Eisvogel verprügelt Fisch

Das heutige Fotomodell kennt ihr sicher alle: Der Eisvogel. Seine Berühmtheit hat er seinem hübschen, schillernden Gefieder zu verdanken, was auch dafür sorgt, dass er wie ein Edelstein leuchtet, wenn er übers Gewässer zischt. Man kann ihn aber auch sehr gut hören, denn wie viele Vögel besitzt er einen typischen Flugruf. Beim Eisvogel ist das ein charakteristisches, hohes Fiepen.

Wer diese Schönheit live sehen will, der sollte sich an einem Gewässer positionieren, denn hier wird nur Fisch serviert. Bei uns an der Saale habe ich mittlerweile verschiedene Stellen, an denen ich nach spätestens 10-20 Minuten Warten immer mal einen sehe.

Wie man bei der Bilderreihe sehen kann, geht er dabei äußerst sorgfältig vor, um sicherzustellen, dass ihm der Fisch nicht mehr aus dem Hals herausspringen kann: Der Kopf wird seitlich weit nach hinten gedreht und mit einem kräftigen Ruck wird der im Schnabel festgehaltene Fisch voll gegen den Ast geschlagen. Das ganze Spiel kann sich, wie in diesem Fall, locker 1-2 Minuten hinziehen, sodass der Fisch so oft eine auf den Latz bekommt, dass man irgendwann nicht mehr mitzählt.

Sehr faszinierend ist auch, wie spielend leicht der Eisvogel einen kleinen, nassen und glitschigen Fisch in seinem Schnabel, ohne dass er (im wahrsten Sinne des Wortes) helfende Hände hätte, herumdrehen und festhalten kann.

Turmfalke(n)

Heute geht es um einen unserer bekannten Greifvögel: den Turmfalken. Da ich mich in diesem Bereich besonders auskenne, gäbe es viel zu erzählen. Vielleicht fangen wir direkt damit an: (Turm)Falken ordnet man aufgrund ihres Verhaltens (umgangssprachlich) den Greifvögeln zu, allerdings sind diese mit den “richtigen” Greifvögeln wie Adlern oder den Habichtartigen weniger eng verwandt, als mit Singvögeln und speziell Papageien. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich im Laufe der Evolution bestimmte Merkmale aufgrund vorherrschender Begebenheiten mehrmals neu herausgebildet haben, man spricht dabei von konvergenter Evolution.

Wenn man sich näher mit (Turm)Falken beschäftigt, merkt man die Unterschiede zu den anderen Greifvögeln auch deutlich: in der Anatomie sowie im Verhalten. Zu diesen Details ein anderes Mal mehr.

Turmfalken sind meist recht schnell auszumachen, da sie außerordentlich gerne den Rüttelflug (auf der Stelle fliegen) als Jagdtechnik einsetzen, um Ausschau nach Beute zu halten. Im Winter fällt dies meist nicht so auf, da sie dann, um Energie zu sparen, mehr zur Taktik des Mäusebussards greifen: auf einem Ansitz warten.

Auf den letzten Fotos sieht man auch etwas falkentypisches: Das Paar bleibt auch nach der Brut seinem Revier & einander treu. Dort sieht man auch schön den Geschlechtsdimorphismus: Das Weibchen ist gänzlich rot-braun, der Terzel (Männchen) hat einen bläulich-grauen Kopf. Wahrlich hübsche Tiere

Eichelhäher zeigt uns warum er so heißt

Heute gibt es einige Nahaufnahmen von einem Eichelhäher, der seinem Namen alle Ehre macht: Er sitzt mitten in einer Eiche. Auf einigen der Fotos erkennt man, dass er eine der Eicheln bereits geknackt hat und daran herumknuspert. Als er geschäftig im Baum herumgewuselt und an allen erreichbaren Eicheln gezogen hat, blieb es natürlich nicht aus, dass einige davon herunterfielen. Ob er mir damit etwas sagen wollte oder das reiner Zufall war, lassen wir hier mal unbeantwortet

Einmal hatte ich ja schon etwas ausführlicher zum Eichelhäher geschrieben und dass man ihn Polizei des Waldes nennt. Wenn man selbst nicht der Grund für sein “Geplärre” und auch kein Wanderer o.ä. in der Nähe ist, dann kann man das auch als netten Hinweis für die Anwesenheit eines Greifvogels oder einer Eule dankend annehmen. So geschah es denn auch einmal, dass ich zu einer Sperber-Mama mit einem Jungvogel geführt wurde.

Die fliegenden Draufgänger aus dem letzten August

Im Moment haben sie gerade hoffentlich eine gute und futterreiche Zeit in Afrika: Die Rauchschwalben

Sie sind an ihrer dunkelroten Kehle und vor allem den langen, gegabelten Schwanzspitzen gut von anderen Schwalben, wie bspw. der Mehlschwalbe, zu unterscheiden.

So wie auch die anderen Schwalben fliegen sie gerne wie irre im halsbrecherischen Zick-Zack-Flug über Felder, immer auf der Jagd nach Insekten wie Mücken und Fliegen. Dementsprechend schwierig sind sie im Flug zu fotografieren. Hier helfen nur: viel Licht, sehr kurze Belichtungszeiten (hier 1/2500s) und eine Strategie zum Fokussieren. Entweder hat man einen Fixpunkt auf welchen man fokussiert und auf Vorbeiflüge wartet oder man dreht wild am Fokusring und hält dann in beiden Fällen mit Serienaufnahme drauf.