Sehr geschäftiges Amselmännchen

Wir sehen einen seeeeehr geschäftigen Amselmann, der einfach nicht den Schnabel vollzukriegen scheint – das wird er aber wohl für sein Nachwuchs tun. Amseln brüten i.d.R. 2 Mal, manchmal auch 3 Mal, im Jahr.

Die nimmersatten Amselkinder werden dann alle paar Minuten von beiden Eltern gefüttert und die Fäkalsäcke werden entsorgt. In einer Webcamaufnahme (beleef de lente – Vogelbescherming Nederland) konnte man sehen, dass die Eltern für diese Umsorgung am Tag knapp 250 Mal das Nest angeflogen haben!

Papa Gartenrotschwanz mit Kind

Heute zeige ich euch den nicht (mehr) ganz so häufigen Gartenrotschwanz. Im Gegensatz zu seinem nahen Verwandten mag er, als Vogel, der ursprünglich wohl primär in lichteren Wäldern vorkam, vor allem älteren Baumbestand.

Der Gartenrotschwanz ist ein Halbhöhlenbrüter, also baut seine Nester gerne in hohle Strukturen mit größerer Öffnung. Treffen kann man ihn heutzutage vor allem an Streuobstwiesen, gut strukturierten Parks und in den namensgebenden Gärten, falls diese keine ökologische Wüste sind, was leider heutzutage häufig der Fall ist.

Spätestens ab diesem Monat müssen wir uns jedenfalls erst einmal von ihm verabschieden, denn er ist nicht nur Zugvogel – sondern auch ein Langstreckenzieher, den es bis in die Sahelzone Afrikas treibt.

Hol das Stöckchen!

Im Müritz Nationalpark gibt es mit die größte Dichte an Fischadler-Beständen in Deutschland. Nach einer sehr dramatischen Vergangenheit in Deutschland und Europa durch Bejagung, DDT (Pestizid) & Brutplatzmangel haben sich Bestände dank intensiver Schutzbemühungen wieder deutlich erholt und sind weiterhin positiv im Trend.

Der Fischadler bildet neben den Habichtartigen eine ganz eigene Familie der Greifvögel. Im Gegensatz zum Seeadler bspw. frisst der Fischadler tatsächlich ausschließlich Fisch. Wenn er nach Beute Ausschau hält, tut er dies in kurzen Rüttelflügen (auf der Stelle schweben) und lässt sich bei der passenden Gelegenheit nach unten stürzen. Kurz vor der Wasseroberfläche wirft er seine Fänge nach vorne und taucht dann mit einem lauten Platsch ganz ins Wasser ein.

Anschließend muss er sich selbst und die Beute, nur mithilfe vom Auftrieb seiner Flügel, wieder in die Luft bringen. Kein Wunder, dass er im Verhältnis zu seiner recht geringen Körpergröße von ca 50-60cm eine enorme Flügelspannweite benötigt: 150-170 cm! Damit ist das Verhältnis von Spannweite zu Körpergröße wesentlich größer als beim Seeadler (der insgesamt natürlich viel größer ist). Außerdem sind Fischadler einfach wunderschöne und meine Lieblings-Greife

Kein Rotmilan

Hier sehen wir einen Schwarzmilan – der häufigste Greifvogel der Welt. Er ist in Europa, Asien und Afrika weit verbreitet. In Deutschland wird er teilweise, vor allem aber im Osten der Republik, vom Rotmilan abgelöst. Auf jeden 5. Rotmilan in Deutschland kommt ca 1 Schwarzmilan.


Im Flug kann man sehen, dass die Milan-typische Gabel am Schwanzende beim Schwarzmilan nicht so stark ausgeprägt ist wie beim Rotmilan.