Kleiber im Winter

Da wir zuletzt bei kletternden Vögeln waren: Nun, da darf der Kleiber abermals nicht fehlen. Im Gegensatz zu den Baumläufern kann dieser auch mit dem Kopf voran nach unten klettern. So sieht man ihn dann auch öfter mal nach unten hängend und im 90° Winkel abgeknickt durch die Gegend schauen. Ein lustiger Anblick!

Der Kleiber hat, man kann es bei diesem Schnabel vermuten, eine lange und schlanke Zunge, die ihm dabei hilft, Insekten zwischen der Baumrinde herauszufischen.

Gartenbaumläufer im Winterwald

Beim ersten (noch schönen) Schneefall Anfang des Jahres sind mir ein paar hübsche Nahaufnahmen vom Gartenbaumläufer geglückt. Schien es mir anfangs noch fast unmöglich Wald- und Gartenbaumläufer zu unterscheiden, so habe ich mittlerweile 2 sichere Merkmale für mich gefunden: Der Gartenbaumläufer hat einen längeren gebogenen Schnabel und die Flügelbinde hat bei der helleren Zeichnung nicht so scharf abgegrenzte Treppen wie beim Waldbaumläufer. Letzterer kommt auch eher tiefer im (Nadel)wald vor.

Im Gegensatz zum Kleiber können die Baumläufer nicht kopfüber den Baum wieder herunterlaufen. Sie laufen auf der Suche, nach unter Rinde verborgener Insekten, spiralförmig nach oben und wenn sie oben angelangt sind, fliegen sie zum nächsten Baum nach unten an den Stamm, um wieder von Neuem hinaufzuklettern.

Plüschkugel mit Schwanz

Die Schwanzmeise ist ein nicht ganz so bekannter Vogel, der allerdings auch schnell übersehen werden kann. Die besten Chancen hat man im Winter, da sie dort in Trupps unterwegs sind, bei denen ich oft 4-8 Individuen ausmachen kann. Zudem kommen im Winter noch die Schwanzmeisen aus dem Norden zu uns, um hier zu überwintern. Diese gehören allerdings einer anderen Unterart an und sehen etwas anders aus – später einmal mehr dazu

Auf den Fotos ist unsere hier heimische und brütende Art zu sehen: Aegithalos caudatus europaeus. Sie sind verdammt winzig und der Schwanz macht mehr als 2/3 ihrer Körperlänge aus! Deswegen hört man die lärmenden Trupps auch eher, als dass man sie visuell wahrnimmt. Die Rufe bestehen neben hohen Pieptönen noch aus einer Art schnellerem und länger andauernden Trillern als beim Zaunkönig, aber grob in dessen Art.

Sie sind verdammt quirlig und lebhaft und halten kaum einmal 2 Sekunden still und sind zudem meist hinter kleinen Zweigen oder oben im Baum zugange: Eine echte Herausforderung beim Verfolgen und Fokussieren.

Aber die Mühe lohnt, denn mal ehrlich: Sind sie nicht einfach verdammt niedlich?

Krähen im Abendlicht

Heute mal etwas stimmungsvolle Bilder: Rabenkrähen im Abendlicht. Außer Bild Nr.3: Dort seht ihr die ultimative Coolness. Ich meine, Fliegen zu können, ist schon cool, aber sich beim Fliegen auch noch ganz entspannt mit seinen scharfen Krallen am Auge zu kratzen – sehr lässig oder auch fahrlässig