Neuntöter-Männchen bei seiner Lieblingsbeschäftigung

Nämlich auf seinem Ansitz auf passende Beute zu warten. Ab nun wird man sie aber erst einmal nicht mehr sehen, denn Neuntöter sind bei uns Zugvögel, die in Afrika überwintern und ungefähr im August beginnt die Zugzeit für diese Vögel.

Zuerst ziehen dabei die adulten Tiere, daher wird man im August, mit jedem voranschreitenden Tag, immer mehr diesjährige Neuntöter als ausgewachsene entdecken. Die Jungvögel ziehen dann 1-2 Wochen nach den adulten Tieren weg.

Die Fotos von diesem Neuntöter-Männchen stammen von Mitte Juni.

Diesmal keine Weidenmeise

…sondern die häufigere sowie wald- park- und gartenbewohnende Sumpfmeise.


Wenn es die Nahrungsversorgung zulässt legt sie ganze Jahr über immer mal wieder kleinere Vorräte in Rindenspalten, im Moos oder an Ästen versteckt, an.

Was raschelt da im Baum?

Beim Urlaub an der Müritz waren wir im Garten unseres Ferienhauses plötzlich nicht mehr alleine: Vom Baum im Nachbargrundstück aus kam Besuch vorbei – 2 Stück gleich Mit Räubermaske, Kulleraugen und Katzenohren ist klar, wen wir hier sehen: Waschbären, höchstwahrscheinlich junge.

Der Waschbär ist eine Art, die ursprünglich allein in Nordamerika beheimatet war. Mit der typischen Überheblichkeit des Menschen fanden es die Leute in den 1920ern sinnvoll, Waschbären in Farmen in Deutschland zu halten, um Pelze aus ihnen zu machen. Es überrascht nicht, dass einigen die Flucht gelang. Zudem wurden weitere absichtlich von Jägern entlassen, um die Jagdstrecke zu erweitern und zu guter Letzt wurden auch einige Individuen freigelassen, als Farmer zu Kriegszeiten kein Futter mehr hatten.

Das alles hat dafür gesorgt, dass sich der Waschbär dank des Menschen hierzulande ausbreiten konnte, also zum klassischen Neozoon geworden ist. Ohne natürliche Feinde, opportunistisch, clever und als Allesfresser sowie Kulturfolger hat er es geschafft, sich in der Fauna zu etablieren und den einheimischen Arten zusätzlich zum Druck der natürlichen Feinde und zum Lebensraumverlust durch den Menschen, noch weitere Probleme zu bereiten.

Meise mal anders: Weidenmeise

Zugegeben: Die Ähnlichkeit zur Sumpfmeise ist frappierend, aber es gibt doch ein paar kleine Unterschiede im Aussehen und etwas größere im Ruf und Gesang sowie im Habitat. Außerdem ist die Weidenmeise seltener anzutreffen als die häufige wald- und parkbewohnende Sumpfmeise.

Weidenmeisen mögen eher Feuchtgebiete wie Moore, Sümpfe, Feuchtwälder und generell Gehölze in Gewässernähe. Kurzum: “Sumpfmeise” wäre für diese Art eigentlich der bessere Name gewesen. 😉 Also: Sumpfmeise im Wald, Weidenmeise im Sumpf. 🙃

Kleiner Zaunkönig und noch kleinerer Zaunkönig

Schon der adulte Zaunkönig ist mit seinen 8-12g Gewicht wahrlich kein Riese, auch wenn er dies mit vollem Einsatz beim Rufen und Singen zu kompensieren versucht

Hier haben wir auf den ersten 3 Fotos einen juvenilen Zaunkönig aus dem Juni und auf dem letzten Foto noch eines der beiden Elterntiere.

Das etwas andere Falterfoto

Heute ist der Falter nicht der Star im Foto Dafür hat der Waldbaumläufer gesorgt.

(Wald)baumläufer sind schwer zu entdecken und verraten sich im Wald oftmals durch ihre hohen, fiepsenden Töne, die sie oft von sich geben. Im Gegensatz zum Kleiber können sie einen Baumstamm nur aufwärts klettern. Dazu laufen sie, auf der Suche nach Insekten, spiralförmig den Stamm nach oben und wenn sie dann oben sind, fliegen sie den nächsten Baum weiter unten wieder an, um mit dem Emporklettern von vorn zu beginnen.

Gerangel an der Nektar-Bar – viele Falter

Heute noch einmal ein Schwung aktueller Schmetterlings-Fotos.


Foto 1 zeigt einen Kaisermantel, männlich

Foto 2 ist der kleine Fuchs


Foto 3&4 der Russische Bär, der auch den Zweitnamen “Spanische Flagge” trägt. Übrigens ist dieser zwar ein Nachtfalter, aber auch am Tag aktiv.

Foto 5 ist ein Weißling und zwar einer der Schmalflügel-Weißlinge. Das Artenpaar Senfweißling und Tintenfleck-Weißling lässt sich anhand von Äußerlichkeiten nicht näher bestimmen.

Die letzten beiden Fotos zeigen den gleichen Falter: Nämlich das Tagpfauenauge! Auf dem vorletzten Bild könnte man vll noch an verkohlte Baumrinde denken, tatsächlich ist dies die Unterseite der Flügel vom Tagpfauenauge.

Heute nicht nur Tagfalter mit dabei

Bei Schmetterlingen denkt man meist an die bunten Tagfalter, also Arten, die tagsüber aktiv sind. Dabei gehören auch Nachtfalter wie die Familie der Spanner oder aber auch die Motten alle zu den Schmetterlingen.

Falter Nr.1 ist ein Vertreter der Spanner, genauer gesagt ein Braunbinden-Wellenstriemenspanner. Die Fotos 1-3 zeigen 2 verschiedene Individuen mit einer jeweils anderen Grundfärbung.

Falter Nr.2 zeigt eine Gespinstmotte und ist bei Gärtnern wie bei Landwirten aufgrund ihrer Gespinste an den jeweiligen Pflanzen nicht so beliebt. Welche Gespinstmotte das ist, lässt sich schwer bestimmen. Am wahrscheinlichsten ist wohl die “Pflaumen-Gespinstmotte” – da dort auch viele Zwetchgen waren.

Falter Nr.3 ist ein Graubindiger Mohrenfalter. Die Mohrenfalter machen es einem bei der Bestimmung auch nicht immer ganz einfach Auf dem ersten Foto saß ein Individuum auf einer Sitzbank, das andere Foto zeigt ein anderes Individuum mit geöffneten Flügeln.

Falter Nr.4 ist das Große Ochsenauge, was man überall entdecken kann.

Perlmutt- Dickkopf- und Schachbrettfalter

Meine Falterfotos aus dem August gehen noch nicht zur Neige

Heute dabei: Wiedermal ein anderer der Perlmutterfalter, ein Feuriger Perlmutterfalter. Er besitzt sehr große Ähnlichkeit mit dem Mittleren Perlmutterfalter, bin aber doch einigermaßen sicher, dass es sich um den Feurigen handelt. Auch hier spielen Details auf der Flügelunterseite eine große Rolle bei der Bestimmung.

Als nächstes ein Dickkopffalter und zwar der Rostfarbige Dickkopffalter.

Zum Schluss noch ein Klassiker sozusagen: der häufige Schachbrettfalter.

Die Bläulinge sind los

Die Bläulinge sind eine ganze Familie innerhalb der Schmetterlinge und kommen auch in Deutschland mit vielen Arten vor. Allen gemein ist ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus: Die Weibchen haben oft eine ganz andere Ober- und eine leicht andere Unterseite als die Männchen.

Zur Bestimmung ist es wichtig Fotos von der Unterseite zu haben, anhand der jeweiligen Musterung kann man die Arten dann gut Unterscheiden. Hier haben wir allesamt Silbergrüne Bläulinge.