Schwerfälliger Flieger

Wenn sie gemütlich auf dem Wasser schippern, wirken sie richtig klein und entenhaft. Wenn die Kormorane dann versuchen ihre großen Körper in die Luft zu erheben, sieht es schon etwas schwerfällig aus. Kein Wunder, hat sich ihre Physiologie doch vor allem an die Jagd Unterwasser angepasst. Dort zeigen sie wahrlich unglaubliche Fähigkeiten:

Sie können locker eine halbe bis zu eineinhalb Minuten unter Wasser tauchen und dort eine Tiefe von bis zu 30m erreichen. Wenn sie auf Jagd gehen, sieht man sie dann an einer Stelle untertauchen, dann sind sie erst einmal weg und tauchen unvermittelt wieder ganz woanders wieder auf.

Ein hübscher Stieglitz

Nachdem ich eine Zeit lang um gute Stieglitz-Bilder gekämpft habe, sind mir diese im September letzten Jahres gelungen.

Man könnte meinen, da diese hübschen Prachtvögel auf den Fotos so schön leuchten und bunt aussehen, würde man sie in freier Wildbahn immer sofort entdecken. Meist sind sie aber inmitten von Sträuchern, Zweigen oder hoch auf Bäumen und durch Schatten sowie ihre geringe Größe schwer auszumachen. Oftmals sieht sind man dann nur noch die sehr hellen Bäuche, wenn ein Trupp Stieglitze über einen selbst darüberfliegt.

Der erste Hinweis, dass man Stieglitze vorgefunden hat, ist dann meist auch auditiver Natur: Man hört sie wie wild durcheinander piepen. Außerhalb der Brutzeit sind sie in Trupps unterwegs, welche oft aus 4-8 Individuen bestehen; veranstalten dabei aber ein Gepiepse wie 30 Vögel. Wenn also ein wildes Gepiepse aus einer Hecke, Strauch oder Baum zu vernehmen ist: Augen auf!

Und noch etwas: Ich finde, man sollte in der Mehrzahl “Stieglitzer” sagen. Das klingt lustiger

Plüschkugel mit Schwanz

Die Schwanzmeise ist ein nicht ganz so bekannter Vogel, der allerdings auch schnell übersehen werden kann. Die besten Chancen hat man im Winter, da sie dort in Trupps unterwegs sind, bei denen ich oft 4-8 Individuen ausmachen kann. Zudem kommen im Winter noch die Schwanzmeisen aus dem Norden zu uns, um hier zu überwintern. Diese gehören allerdings einer anderen Unterart an und sehen etwas anders aus – später einmal mehr dazu

Auf den Fotos ist unsere hier heimische und brütende Art zu sehen: Aegithalos caudatus europaeus. Sie sind verdammt winzig und der Schwanz macht mehr als 2/3 ihrer Körperlänge aus! Deswegen hört man die lärmenden Trupps auch eher, als dass man sie visuell wahrnimmt. Die Rufe bestehen neben hohen Pieptönen noch aus einer Art schnellerem und länger andauernden Trillern als beim Zaunkönig, aber grob in dessen Art.

Sie sind verdammt quirlig und lebhaft und halten kaum einmal 2 Sekunden still und sind zudem meist hinter kleinen Zweigen oder oben im Baum zugange: Eine echte Herausforderung beim Verfolgen und Fokussieren.

Aber die Mühe lohnt, denn mal ehrlich: Sind sie nicht einfach verdammt niedlich?

Farbe für den grauen Januar

Heute gibt es wieder einen hübschen kleinen Farbtupfer (aus dem letzten Herbst). Wir hatten sie ja schon öfter mal, die Goldammer. Vielleicht habt ihr bemerkt, dass sie auf jedem Foto immer anders aussieht?

Neben den offensichtlichen individuellen Unterschieden und je nachdem, ob sie ihre Haube aufstellt oder anlegt, gibt es auch bei der Goldammer einen Geschlechtsdimorphismus: Die Männchen haben ein goldeneres Gefieder, die Weibchen ein bräunlicheres. Und dann gibt es noch eine Sache, die in der Vogelwelt bei einigen Familien recht verbreitet ist: Das Pracht- und Schlichtkleid.

Das Prachtkleid wird vor der Balz (natürlich vor allem von Männchen) angelegt und wie der Name sagt, ist es ein bunteres, auffälligeres Gefiederkleid, welches der Werbung dient. Wenn die Brut aufgezogen wurde, wird in das Schlichtkleid gemausert, welches wie der Name sagt, wesentlich schlichter und weniger farbenfroh gehalten ist.

Zwischen den Arten gibt es aber erhebliche Unterschiede in der Differenz zwischen diesen Kleidern. Bei Arten wie Goldammer und Kiebitz ist das Prachtkleid im wesentlichen wie das Schlichtkleid, aber etwas farbenprächtiger. Bei einigen Arten, vor allem Enten und Sägern, tragen Männchen das (oftmals fast exakt) gleiche Schlichtkleid wie Weibchen und sind dann erst wieder im Prachtkleid auf den ersten Blick als solche zu identifizieren. Beim Star wiederum muss ich sagen, gefällt mir das weiß gepunktete Schlichtkleid besser als das schillernde Perllack-artige Prachtkleid. Es gibt aber auch viele Vogelarten und ganze- Familien, bei denen es keine verschiedenen Kleider bei adulten Vögeln gibt: von Eisvogel, über Amsel bis zu den Greifvögeln.

Eisvogel verprügelt Fisch

Das heutige Fotomodell kennt ihr sicher alle: Der Eisvogel. Seine Berühmtheit hat er seinem hübschen, schillernden Gefieder zu verdanken, was auch dafür sorgt, dass er wie ein Edelstein leuchtet, wenn er übers Gewässer zischt. Man kann ihn aber auch sehr gut hören, denn wie viele Vögel besitzt er einen typischen Flugruf. Beim Eisvogel ist das ein charakteristisches, hohes Fiepen.

Wer diese Schönheit live sehen will, der sollte sich an einem Gewässer positionieren, denn hier wird nur Fisch serviert. Bei uns an der Saale habe ich mittlerweile verschiedene Stellen, an denen ich nach spätestens 10-20 Minuten Warten immer mal einen sehe.

Wie man bei der Bilderreihe sehen kann, geht er dabei äußerst sorgfältig vor, um sicherzustellen, dass ihm der Fisch nicht mehr aus dem Hals herausspringen kann: Der Kopf wird seitlich weit nach hinten gedreht und mit einem kräftigen Ruck wird der im Schnabel festgehaltene Fisch voll gegen den Ast geschlagen. Das ganze Spiel kann sich, wie in diesem Fall, locker 1-2 Minuten hinziehen, sodass der Fisch so oft eine auf den Latz bekommt, dass man irgendwann nicht mehr mitzählt.

Sehr faszinierend ist auch, wie spielend leicht der Eisvogel einen kleinen, nassen und glitschigen Fisch in seinem Schnabel, ohne dass er (im wahrsten Sinne des Wortes) helfende Hände hätte, herumdrehen und festhalten kann.

Noch ein Kleiber

Noch ein paar Fotos von unserem bekannten Senkrechtläufer.

Neues vom Neuntöter

Auch im Harz bin ich dem hübschen Neuntöter (Männchen) begegnet.

Ilsetal im Harz

Die Wanderung durch das romantische Ilsetal, entlang am gleichnamigen Fluss mitten durch schöne Wälder, war sicher eines der Highlights im Harz-Urlaub.

Die Langzeitbelichtungen sind durchschnittlich mit 50-70 Sekunden bei einem ND-1000-Filter belichtet worden, die normalen Belichtungen alle mit Polfilter.

Tannenmeise im Licht

Die kleine quirlige Tannenmeise kommt, wie es der Name vermuten lässt, meist in Nadelwäldern vor.