Jahresrückblick Teil 1 – Wildblumen

Heute gibt’s eine Auswahl von Wildblumenfotos, die ich dieses Jahr gemacht oder zumindest dieses Jahr dann fertig bearbeitet habe

Danke fürs Ansehen der Fotos! 😊

Ein gutes neues Jahr!

Foto1: Gewöhnlicher Hornklee
Foto2: Großes Immergrün
Foto3: Hain-Veilchen
Foto4&5: Helm-Knabenkraut
Foto6: Leberblümchen
Foto 7: Hybrid aus Purpur-Knabenkraut x Helm-Knabenkraut
Foto8: Purpur-Knabenkraut
Foto9: Saat-Esparsette
Foto10: Wald-Gelbstern
Foto11: Waldsauerklee
Foto12: Wald-Veilchen
Foto13: Wiesen-Salbei

Was gegen trübe Tage: Orchideen vom Mai

Diese schönen Orchideen konnte ich im Mai fotografisch festhalten und wie man sieht, waren sie zu dieser Zeit gerade erst am Aufblühen.

Auch wenn sie alle so unterschiedlich gefärbt sind, alle 5 zeigen die gleiche Art: Das Purpur-Knabenkraut. Die Typen mit viel Weiß und den Punkten sieht man ebenso wie die Purpur umrandeten sehr oft. Das letzte Exemplar, komplett in Weiß, ist eine seltener anzutreffende Form.

Finden kann man sie auf kalkigen (basischen) und offenen Magerwiesen.

Herbst im Thüringer Schiefergebirge: Kießlichbruch bei Lehesten

Im “Schieferpark Lehesten” findet man heute, nach Beendigung des Schieferabbaus, einige vernässte und renaturierte Brüche vor. Dieser hier ist der “Kießlichbruch”, bei dem sich auch das Technische Denkmal zum Schieferbau befindet.

Das Gebiet ist heute Naturschutz- und FFH-Gebiet und bietet einer Vielzahl von Lebewesen auch in den umliegenden Wäldern Lebensraum.

Das Panorama habe ich aus 10 Einzelaufnahmen gefertigt.

Interessante Insekten im Oktober

Heute gibt’s ganz aktuelle Fotos aus einem Naturschutzgebiet an der Saale.
Die ersten Fotos zeigen die Große Sumpfschwebfliege beim Blütenbesuch auf der Kanadischen Goldrute. Der Wortteil “Große” passt gut, denn die Große Sumpfschwebfliege ist im Gegensatz zu den anderen Schwebfliegen ein echter Riese.
Die Kanadische Goldrute ist, wie mittlerweile gefühlt jede zweite Pflanze, ein konkurrenzstarker Neophyt; immerhin wird dieser von vielen Insekten besucht.

Die anderen Fotos zeigen Köcherfliegen. Wer sich schon einmal mit den Habitaten Fluss oder Stillgewässern beschäftigt hat, wird auch von ihnen gelesen haben, denn sie bilden dort einen wichtigen Teil der Nahrungskette.

Aber nicht nur das, sie sind auch extrem interessante Tierchen: Im Larvenstadium bauen sich Köcherfliegen aus Steinchen, Pflanzenteilen usw unter Zuhilfenahme eines körpereigenen Sekrets die namensgebenden Köcher, also Wohnröhren, in denen sie Schutz finden.

Köcherfliegen bilden dabei nicht eine Familie, Gattung oder geschweige denn eine Art. Nein, sogar eine ganz eigene Ordnung. Kein Wunder, dass es dann allein in Deutschland über 300 (!) Arten von Köcherfliegen gibt.

Nach einiger Recherche haben sich die Arten als folgende herausgestellt (in Reihenfolge der Fotos):
-Gewöhnliche Köcherfliege (limnephilus flavicornis)
-Mond-Köcherjungfer (limnephilus lunatus)
-Pilzkopf-Köcherjungfer (anabolia nervosa)

Frühblüher im April – bunte Mischung

Heute mal wieder was ganz anderes: Ende April war ich an der Saale unterwegs, um u.a. nach Frühblühern Ausschau zu halten. Bei dieser Runde konnte ich ein paar schöne und vor allem auch bunte, Arten entdecken.

Foto 1: Gefleckte Taubnessel – Sie besitzt einige Ähnlichkeiten mit der Purpurroten Taubnessel, man sollte sich die Blüte genau anschauen.

Foto 2&3: Gelbes Windröschen – Wie das Buschwindröschen nur in Gelb

Foto 4&5: Große Sternmiere – Bei der Sternmiere gibt es auch einige Arten, die sich ähnlich sehen, es ist daher für die Bestimmung im Nachhinein immer hilfreich, wenn man Fotos von mehreren Seiten und auch Blättern und Stängel hat.

Foto 6&7: Großes Immergrün – Na, wo kommt der Name wohl her? Das Große und Kleine Immergrün ist nicht ganz so leicht zu unterscheiden, wenn man mit den Arten nicht vertraut ist. Gut zu sehen und diagnostisch zur Bestimmung: Die kleinen Härchen am Blattrand.

Foto 8,9&10: Silberblättrige Goldnessel – Eine verwilderte Kulturpflanze und damit ein Neophyt. Von der Gewöhnlichen Goldnessel vor allem den namensgebenden silbrigen Flecken auf den Blättern zu unterscheiden. Hier sind diese großflächig und dauerhaft vorhanden, bei der Gewöhnlichen Goldnessel höchstens im Winter und da nicht so deutlich.

Foto 11: Weiße Taubnessel: Tatsächlich noch eine Taubnessel. Warum das die Weiße ist, dürfte zu sehen sein

Flower Power im Mai – Vielfalt auf Magerrasen

Im gleichen Habitat, auf dem ich die Orchideenvielfalt fotografieren konnte, gab es auch eine große Artenvielfalt besonderer Blumen. Viele davon kannte ich vorher vor allem als Namen von Nahrungspflanzen von Faltern.

Kein Wunder, dass es dort dementsprechend auch viele Falter zu bewundern gab – aber dazu später mehr

Foto 1: Gewöhnlicher Hufeisenklee. Auf den ersten Blick schnell mit der folgenden Art verwechselbar:

Foto 2 & 3: Gewöhnlicher Hornklee

Foto 4 & 5: Saat-Esparsette, wirkt wie eine Orchidee

Foto 6, 7, 8: Wiesen-Salbei

Foto 9: Wundklee, schon am Abblühen

Foto 10: Zaun-Wicke

Foto 11: Gartengeißblatt, welches gerade von einem männlichen Zitronenfalter besucht wird.

Wilde Orchideen-Pracht

Orchideen stehen in Deutschland unter besonderem gesetzlichen Schutz und sind aufgrund ihrer Seltenheit auch in der Roten Liste zu finden. Diese hier konnte ich auf einem Gebiert finden, was unter dauerhaftem Schutz steht, da es von der NABU-Stiftung erworben wurde und betreut wird.

Das Biotop entspricht kalkigen (basischen) Mager-Trockenrasen, ein Habitat, was in Zeiten von Überdüngung, Übernutzung und Flächenverbrauch selten geworden ist. Denn es sind paradoxerweise genau diese nährstoffarmen Böden, die die besondere Pflanzen-Arten beherbergen, welche wiederum seltene Falter und andere Insekten anziehen. Zu nährstoffreiche und (absichtlich oder aus Versehen) überdüngte fette Rasen, geben vor allem schnell wachsenden Arten wie bspw. Löwenzahn einen Turboschub – andere langsam wachsende Arten, können hier nicht mithalten.

Wenn ihr Orchideen findet: Angucken, ggf ein Foto machen und bitte stehen lassen

Nun zu den Arten:

-Die Fotos 1-6 zeigen das Helm-Knabenkraut. Das letzte Exemplar mit einer Besonderheit, da es ungefleckte Blütenblätter hat.

-Bei Fotos 7&8 würde ich von einem Hybrid aus dem Purpur-Knabenkraut x Helm-Knabenkraut ausgehen. Ich sehe Merkmale beider Arten und beide sind dort auch beieinander gewachsen.

-Foto 9 zeigt das Purpur-Knabenkraut, welches dort in großer Zahl vorkam

-Foto 10 zeigt den Spinnen-Ragwurz i.w.S.

Vielfältige Blütenpracht im April

Die Hausaufgaben zum Frühblüher-Monitoring wurden wieder gewissenhaft erledigt und einiges neues wurde auch gelernt ;)Folgende Fotos sind alle jetzt Mitte April entstanden und zeigen verschiedene Frühblüher im oder am Wald.

Foto 1: Frühlings-Fingerkraut

Foto 2: Hain-Veilchen (man beachte den weißen Sporn)

Foto 3+4: Ein purpurner und weißer Hohler Lerchensporn

Foto 5: Huflattich

Foto 6+7: Persischer Ehrenpreis (ein Neophyt)

Foto 8: Wald-Gelbstern (im Gegensatz zu anderen Gelbsternen komplett unbehaart)

Foto 9+10: Waldsauerklee (Die schattenverträglichste Pflanze in ganz Mitteleuropa! Sogar das bisschen Sonne dort hat dazu geführt, dass sie ihre Blätter in ihrer arttypischen Weise zusammengeklappt hat)

Foto 11: Wald-Veilchen (man beachte den lila Sporn)

Foto 12: Wiesen-Schlüsselblume

Frühling in vollem Gange

Heute gibt’s ein ganzes Bündel Fotos vom gestrigen Tage: Frühblüher und 2 bekannte Tagfalter.

Foto 1: Tagpfauenauge

Foto 2: Zitronenfalter (Männchen)

Foto 3: Busch-Windröschen

Foto 4: Duft-Veilchen

Foto 5: Gänseblümchen

Foto 6: Geflecktes Lungenkraut

Foto 7: Gelbes Windröschen

Foto 8: Hohe Schlüsselblume

Foto 9: Kleine Trauben-Hyazinthe

Foto 10,11, 12: Leberblümchen

Foto 13: Persischer Ehrenpreis

Foto 14: Sibirischer Blaustern

Foto 15: Wald-Gelbstern

Foto 16: Wiesen-Schlüsselblume

Foto 17: Winterling

Frühblüher vom Wochenende

Am Wochenende war ich in 2 Habitaten unterwegs, die ersten 4 Fotos waren in einem NSG in der Nähe vom Saaleufer, zwischen vernässten Kiesgruben.Die restlichen Fotos sind aus einem Gebiet mit Kalkböden und Muschelkalkfelsen, umgeben etwas höher gelegenen Laubwäldern.

-Foto 1: Okay, kein Frühblüher, aber als einer der ersten Schmetterlinge ist der Kleine Fuchs definitiv früh. Dieser hier schaut schon ziemlich abgeflogen aus.


-Foto 2&3: Kleines Schneeglöckchen


-Foto 4: Purpurrote Taubnessel


-Foto 5&6: Das Leberblümchen


-Foto 7: Auch hier gab es Schneeglöckchen in voller Blüte zu sehen


-Foto 8&9: Der Winterling kam dort in größerer Anzahl vor.