Vogel des Jahres – mach mit

Etwas, das mich als Vogelfotograf (und Liebhaber) ebenfalls betrifft: Der NABU sammelt gerade Vorschläge für den Vogel des Jahres. Ich habe die Sumpfohreule nominiert, da sie nicht nur eine wunderschöne Eule und meine Lieblingseule ist, sondern da ihr Habitat (Moore, Sümpfe) samt dessen anderer Bewohner extrem bedroht ist: ca 95% aller Moore und Sümpfe wurden durch den Menschen in Deutschland trocken gelegt. Vor allem zur landwirtschaftlichen Nutzung, in früheren Zeiten für den Torfabbau.
Macht gerne mit und helft der Sumpfi!

Sumpfohreule mit einer Stimme unterstützen

Hügelig und felsig & HDR

Die heutigen Fotos stammen aus unserer großen Runde durch das Ilsetal als es dann nach Plessenburg und wieder zurück an den Ausgangspunkt unserer Wanderung ging. Eine tolle bergige Gegend mit richtig schönen Naturwäldern.

Folgend noch ein paar Informationen für alle Fotografie- und Technik-Interessierten: 4 der 5 Fotos sind HDR-Aufnahmen und ich möchte behaupten, dass sie ziemlich gut zeigen, für was HDR eigentlich einmal gedacht war und warum es innerhalb der Fotografenszene (und auch im Netz) immer wieder zu Diskussionen kommt.

Mittlerweile trifft man von TVs bis hin zu Handy-Apps dauernd auf den Begriff HDR. Dieser steht für High Dynamic Range, also für einen großen Dynamikbereich eines Bildes. Denn tatsächlich ist der Dynamikumfang einer Kamera sehr begrenzt. Das beste Beispiel ist sicherlich, wenn ihr ein Zimmer mit Fenster nach draußen fotografiert: Erfolgt die Belichtungsmessung am Fenster, wird der Raum unterbelichtet; erfolgt die Belichtungsmessung im Raum, wird das Fenster überbelichtet. Die HDR-Technik soll dafür sorgen, dass solche Über- bzw Unterbelichtungsspitzen vermieden werden.

Das gängige Verfahren in der Fotografie basiert darauf, dass man mehrere, in der Regel und mind. jedoch 3, unterschiedlich belichtete Bilder von exakt dem gleichen Motiv aufnimmt. Ohne Stativ (oder Stativ-Ersatz wie einem Stein usw) geht das also schon einmal gar nicht. Und Naturaufnahmen mit bspw. Bäumen (so wie oben) sind nur möglich, wenn es windstill ist, da man sonst auf jedem Bild die Blätter an anderen Positionen hat. Wir haben dann also unterbelichtete, durchschnittlich belichtete und überbelichtete Bilder. Die Bilder werden selbstredend im RAW-Format aufgenommen; das ist das rohe und verlustfreie(!) Foto, welches in jedem Bildpixel noch zusätzliche Bildinformationen enthält – im Gegensatz zu einem verlustbehafteten Format wie bspw. JPEG.

Diese Bilder kann man nun in einer entsprechenden Software zusammenfügen. Dort passiert dann der Vorgang, in dem ein HDR-Bild erzeugt wird, mittels einem (zumeist) üblichen Verfahren, welches als Tone Mapping bezeichnet wird. Wie eingangs erwähnt, hat eine Kamera nur einen sehr begrenzten Dynamikumfang – das trifft ebenso auf unsere Anzeigegeräte zu. Das Tone Mapping versucht also mit den bescheidenen Möglichkeiten, die unsere Bildschirme im Gegensatz zu unseren Augen bieten, das Bild so darzustellen, dass man zumindest einen Eindruck von einem hohen Dynamikumfang hat, der grob und näherungsweise dem unseres Auges entspricht. Das passiert natürlich nicht von selbst und es liegt in der Entscheidung des Fotografen wie er die jeweiligen Werte einstellt und nun kommen wir auch zum Stein des Anstoßes:

Da man durch dieses Verfahren bonbonknallig bunte Bilder erzeugen kann, wurde das Tone Mapping dahingehnd missbraucht und fehlangewendet, um immer krassere Bilder zu erzeugen, die mit der ursprünglichen Zielstellung und dem Sinn der Erfindung absolut gar nichts mehr gemein hatten. Man kann es analog mit dem abartigen “Loudness-War” in der Musikindustrie vergleichen. Es wurde versucht sich immer weiter zu überbieten, bis realistische Fotos daneben regelrecht verblasst und untergegangen sind. Natürlich ist Kunst auch immer das brechen und überschreiten von Regeln, aber hier ging es eben nicht um individuelle Kunst, sondern um einen Massentrend. Dieser Trend ging glücklicherweise irgendwann an seinem eigenen Überbietungs-Wettbewerb zugrunde und nun kommen wir an den Punkt von heute, wo durch eine Handykamera, die jeder jederzeit dabei hat, Fotografieren zu einem Massenphänomen wurde und schon ging es auch gleich mit HDR-Apps los und der ganze Spuk fängt jetzt wieder von vorne an.

Es ist natürlich jedem selbst überlassen wie man Technik und Werkzeuge nutzt, aber HDR war nie zur qualitativen Verschlechterung und zur Übertreibung gedacht. Vielleicht helfen ja eins, zwei Vergleiche, warum es Leuten wie mir, die sich mit der Materie jahrelang beschäftigt haben, etwas sauer aufstößt: Würdet ihr beim Kochen in einen Eintopf jedes einzelne Gewürz, welches irgendwie in greifbarer Nähe ist, in rauen Mengen hineingeben? Würdet ihr bei einer E-Gitarre jedes einzelne Effektgerät, welches verfügbar ist, gleichzeitig auf voller Leistung dazuschalten und von vorne bis hinten damit durchbrettern? Genau das wird nämlich leider meist mit den ganzen HDR-Spielereien gemacht: Alle Regler auf Anschlag.

In dem Sinne: Weniger ist manchmal mehr und ich hoffe, ich konnte vielleicht ein wenig (haha wie passend) >Licht< in diesen ganzen HDR-Trubel bringen.

Fotowettbewerb BLENDE der OTZ – 10. Platz

Ich freue mich, bekanntgeben zu können, dass ich mit dem Foto “Die Gebrüder Dunkel und Hell” den 10. Platz in der Kategorie “Magie des Alltags” des diesjährigen Wettbewerbs vom “BLENDE-Fotowettbewerb” der OTZ gewonnen habe.

Kalender für 2017 vorbestellbar! :D

Hallo werte PixelÄstheten,

draußen wird es kalt, Weihnachten naht – das kann nur eines bedeuten.
Jawohl, genau richtig! Es gibt wieder Kalender von der ollen PixelÄsthetik.

Dieses Jahr steht “nur” ein Kalender zur Auswahl, der eine Kalender ist aber sehr schön geworden.
Bestellt werden kann das gute Stück bis zum 11.12.(SO) per E-Mail oder Facebook-Nachricht.
Wie immer natürlich per Vorkasse, da ich die Kalender dann nach dem 11.12. in die Produktion schicken werde.

Die neue PixelÄsthetik!

Hallo werte PixelÄstheten,

in letzter Zeit war es ja recht ruhig hier, was neben anderen Dingen auch daran lag, dass der Upload- bzw Sortieraufwand bei meinem alten statischen Webseitendesign doch recht aufwendig war. Die alten statischen Kategorieseiten wurden entsorgt und alle neuen Fotos kommen nun fortlaufend hier in den Blog. Damit bestimmte Fotos auffindbar bleiben bzw man nach Fotos bestimmter Art (Tiere, Natur, usw) suchen kann, werden die Posts mit entsprechenden Tags versehen, nach denen man dann suchen kann. Voll modern also

Unter der Seite “Die Galerie – Best of” wird es eine Zusammenstellung, der von mir persönlich als am besten empfundenen, Fotos des jeweiligen Jahres geben. Dort gibt es nun hübsche Galerien und das ganze ist auch übersichtlich geordnet.

Dem Design habe ich, wie man hoffentlich sieht, auch gleich einen etwas neueren und hübschen Anstrich gegeben

Ich hoffe, ihr und auch ich werden mit der neuen PixelÄsthetik eine Menge Spaß haben.
Beste Grüße
Pat