Die ersten Wintergäste sind da!

Gestern (04.10.) war ich bei uns im Park und an der Saale unterwegs und konnte dort dann freudigerweise die ersten Wintergäste aus dem Norden sehen: Gänsesäger

Es sind im Prinzip Entenvögel mit Sägezähnen am Schnabel (Name), bei denen zumindest die Weibchen mindestens einmal in die Steckdose gefasst haben (Frisur).

Auf den Bildern kann man den gleichen Fehler machen wie zum Beispiel bei Stockenten: Alles für weibliche Tiere halten. Die Männchen tragen allerdings gerade ihr Schlichtkleid (auch Ruhekleid genannt) und sehen daher den Weibchen sehr ähnlich. Bei Stockenten kann man die Geschlechter dann am Schnabel unterschieden, bei den Gänsesägern an der Flügelbinde und an der Frisur.

Tanne+Meise=Tannenmeise

Das kleine quirlige Vögelchen von heute ist wieder eine Tannenmeise. Diese macht ihrem Namen alle Ehre, denn sie sitzt tatsächlich in einer jungen Tanne.

6g kugelige Hektik

Das kleine Kerlchen mit der leuchtend orangen Punkfrisur, dürfte zu den eher unbekannteren heimischen Vögeln gehören. Das liegt allerdings nicht daran, dass sie selten wären, sondern sie sind einfach verdammt klein und leben gut versteckt.

Wenn es im Nadelwald hinter den Nadeln raschelt und piept, dann verbreitet dort wahrscheinlich ein Sommer- oder Wintergoldhähnchen geschäftige Hektik. Das Individuum hier ist ein Sommergoldhähnchen; deutlich durch den hellen Überaugenstreif vom Wintergoldhähnchen zu unterscheiden.

Die beiden Zwillingsarten sind mit gerade einmal 4-6g (!) Körpergewicht dann auch die leichtesten Vögel Europas.

Hausrotschwanz auf dem Haus

Der Hausrotschwanz ist ein häufiger kleiner Geselle in Siedlungsgebieten. Im Gegensatz zur Umgangssprache, in der man vom “Rotschwanz” oder “Rotschwänzchen” redet, gibt es tatsächlich 2 Arten: Den häufigeren Hausrotschwanz und den Gartenrotschwanz.

Beim männlichen Hausrotschwanz ist nur der Schwanz rot, der Körper dunkelgrau und schwarz; beim Gartenrotschwanz ist zusätzlich noch der Bauch rot. Schwieriger wird es beim Weibchen. Beide Arten sind bräunlich und haben einen roten Schwanz, wobei auch hier die Gartenrotschwanz-Variante zumindest eine leicht rötlich Färbung an der Unterseite hat.

Stark unterschiedlich ist der Gesang beider Arten: Der Hausrotschwanz gibt ein ganz arttypisches Wechselspiel aus Gesang und geknirschelten/gequetschten Lauten von sich, mit dem man ihn sehr einfach vom Gartenrotschwanz unterscheiden kann.

Auf den Fotos sieht man übrigens ein männliches und ein juveniles Individuum.

Noch ein Kleiber

Noch ein paar Fotos von unserem bekannten Senkrechtläufer.

Bachstelze stelzt herum

Die Bachstelze gehört eher zu den häufigeren Vögeln und ist ebenfalls die häufigste und bekannteste der drei hier heimischen Stelzen-Arten.

Wenn man eine sieht, sollte man sich die Zeit nehmen, um sie zu wenigstens einmal kurz beobachten: Es sieht nicht nur unheimlich witzig aus, wenn sie auf ihren Stelzen den Turbogang einlegt, sondern sobald sie anhält, fängt sie immerzu an mit ihrem Schwanz auf und ab zu wippen, was schon genauso urkomisch wie liebenswürdig wirkt.

Singdrossel

Die Singdrossel gehört zusammen mit der Amsel wohl zu unseren häufigsten und bekanntesten Drosseln. Wenn es am Waldboden raschelt oder am Wegesrand im Wald ein mittelgroßer Vogel wegflattert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um eine Singdrossel handelt (wenn es keine Amsel ist).

Aus der Ferne ist sie leicht mit der etwas größeren Misteldrossel zu verwechseln. Letztere hat allerdings ein blasseres Rücken-Gefieder, keine leicht orangen Flecken am Hals und vor allem eher runde als längliche Flecken am Bauchmuster.

Neues vom Neuntöter

Auch im Harz bin ich dem hübschen Neuntöter (Männchen) begegnet.

Felder und Natur im Norden von Leipzig

Im Norden Leipzigs bei Cunnersdorf, in der Nähe von Taucha, sind diese Aufnahmen entstanden. Mit dabei: eine trällernde Goldammer im Rampenlicht, ein seltener Neuntöter und eine einsame Mohnblume.

Saint Brieuc – Wattenmeer

Die Bretagne lässt wieder grüßen – dieses Mal von der Atlantikküste bei Saint Brieuc aus. Dort befindet sich ein weitläufiges Wattenmeer bzw Naturschutzgebiet. Herr oder Frau Krabbe hat uns bei seiner Wohnstatt standesgemäß mit offenen Armen (Scheren) begrüßt und wir haben gelernt, dass der Landwirt der beste Freund der Möwen ist. Unklar blieb jedoch, ob dies auf gegenseitiger Zuneigung beruht.