Sturmmöwen an der Ostsee

Im Juni an der Ostsee konnte ich diese Aufnahmen von den typisch fotogenen Sturmmöwen im Prachtkleid machen.

Mit der mittleren Größe samt schlanker Gestalt, dem hellgrauen Rücken, einer dunklen Iris, einem taubenartigen Kopf mit “freundlichem Gesichtsausdruck” sowie dem dünnen Schnabel ohne roten Gonysfleck, gehört die Sturmmöwe zu den einfach zu bestimmenden Möwen.

So wie die meisten anderen Möwen, so hat auch die Sturmmöwe schwarze Flügelspitzen. Dies dürfte sich evolutiv als Vorteil herausgebildet bzw. durchgesetzt haben, da weiße Federn in Ermangelung des Pigments Melanin wesentlich schneller verschleißen. Das fehlen dieses Pigments macht Federn eben nicht nur schön weiß, sondern auch weniger widerstandsfähig. Dadurch, dass nun Teile der Handschwingen schwarz sind und damit einen hohen Melaninanteil aufweisen, sind immerhin dieses wichtigen und am meisten beanspruchten Federpartien besonders gut vor Verschleiß geschützt.

Was piepst mehrmals kurz nacheinander, schnarrt ein “brrd” und sieht super süß aus?

Ein Trupp Schwanzmeisen in den Bäumen natürlich! Seit einiger Zeit sind sie wieder deutlich vernehmbar in Trupps unterwegs und meist auch erst auditiv denn visuell zu entdecken.

Wie man auf den Fotos sehen kann, picken sie am liebsten ebenso geschickt wie geschäftig kleine Insekten, wie hier Raupen oder aber auch Spinnen auf. Im Winterhalbjahr nehmen sie auch gerne Fettfutter an, des weiteren werden auch Mal Flechten, Knospen oder Beeren verköstigt.

Der Silberreiher im Überflug


Diese nah überfliegenden Silberreiher haben sich in einem Thüringer Teichgebiet gezeigt. Gerade bei Vögeln mit weißem Gefieder in Kombination mit einfallender Sonne, sollte man Gebrauch von der Belichtungskorrektur machen, um kein Ausbrennen von angeleuchteten Weiß zu haben, denn da hilft dann auch das RAW-Format nicht mehr viel.

Für seine Größe ist er mit einem Gewicht von 700-1.500 zierlich gebaut, was man auch sieht, wenn man sie direkt frontal betrachtet. Da wirken sie schon ein wenig wie eine dünne Stellfigur für den Garten

Die Bestandssituation des Silberreihers als (relativ neuer) Brutvogel ist hochdynamisch und in den letzten Jahren stark steigend. Die meisten bekommt man aber nach wie vor ab dem Spätsommer als Durchzügler und Wintergäste zu sehen: Bis zu 16.000 Individuen sind dann hier im Land zu beobachten.

Bei der Futtersuche auf der Wiese

Auf einer Wiese in Ufernähe des Schaalsees waren Bachstelze und Singdrossel unterwegs.

Interessant und schön, dass fotografisch festhalten zu dürfen, war zu sehen wie sich die Bachstelze eine flinke Libelle geschnappt hat! Insekten fressen sie nämlich am liebsten, es können aber auch mal Weichtiere oder Sämereien auf der Speisekarte stehen.

Die Singdrossel hat eine besondere Vorliebe für Weichtiere; insbesondere Schnecken und Regenwürmer, ernährt sich aber auch wie andere Drosseln gerne von Beeren. Um an Gehäuseschnecken heranzukommen bedient sie sich oft eines Hilfsmittels in Form eines großen Steines, an dem die Singdrossel das Gehäuse aufschlägt, um an die begehrte Beute zu gelangen. Oft werden dafür die gleichen Plätze bzw. Steine genutzt und wenn man im Wald einen Stein mit vielen zerbrochenen Schneckengehäusen findet, hat man diese sogenannte “Drosselschmiede” gefunden.

Herr Amsel macht Mittag

Dieser Amsel-Mann lies sich entspannt beim Futtern einer matschigen Kirsche beobachten. Amseln bezeichnet man als Weichfutterfresser, da ihr Schnabel nicht dafür geeignet ist harte Schalen zu knacken. Bei der Vogel-Fütterung freut sich die Amsel daher am meisten über Haferflocken, Apfelstücken und auch ganz besonders über Rosinen! In naturnahen Gärten und Parkanlagen findet die Amsel ihr Lieblingsfutter ab Herbst in Form von Beeren von Schlehe, Weißdorn, Eberesche und Efeu. Letzterer wird oft unterschätzt, bietet dieser immerhin mehr als 60 Vogelarten Nahrung mit seinen für uns giftigen Beeren.

Während der Brutzeit im Sommerhalbjahr spielen Insekten wie Raupen, aber auch Würmer eine wichtige Rolle. Gerade der Nachwuchs ist auf tierisches Protein angewiesen.

Gruselige Tiere im Moorwald

Letztes Jahr waren wir bei den Lauenburgischen Seen in einem Moorwald-Gebiet. Neben den allgegenwärtigen Mücken, hat auch ein Habicht einmal von sich hören lassen. Kurze Zeit danach gellte ein einzelner schauriger Schrei aus größerer Entfernung durch den Wald: Ein Kranich; sicher irgendwo in abgelegenen Ecke am Brutplatz. Und dann war da neben dem Weg plötzlich Bewegung im Unterholz und die schaurigen Tiere entpuppten sich als

zuckersüße Zaunkönig-Kinder!

Auf den letzten Bildern sieht man adulte, die eifrig mit der Nahrungssuche beschäftigt waren und überall sind die jungen Zaunkönige durch die Gegend geklettert oder kurz über dem Boden wie fliegende Mäuse geflogen.

Gefiederte und federlose Flugtiere im Juni

Auf dem ersten Foto habe ich ein Amsel-Männchen erwischt, welches gerade mausert.

Haussperlinge legen meist 4-6 Eier (seltener 3-7) pro Gelege und es können 2-3 Jahresbruten (seltener 1-4) stattfinden. Eines dieser Spatzenkinder konnte ich hier ruhend auf einem Zaun mit der Kamera festhalten.

Auf dem dritten Foto sieht man ein Männchen vom Spitzenfleck. Namensgebend sind die verwaschenen dunklen Flecken auf jedem Flügel am Apex (Flügelspitze).

Weißstorch im Flug

Den ebenso bekannten wie beliebten Weißstorch konnte ich hier im Juni beim Fliegen fotografieren. Störche, die nicht bei uns überwintern und klassisches Zugverhalten zeigen, fliegen bis nach Afrika südlich der Sahara. Ob dabei die Ostroute (über den Bospurus) oder Westroute (über die Straße von Gibraltar) gewählt wird, ist vom Standort des Storches abhängig. Die grobe Trennlinie dieser Zugscheide verläuft vom Alpenrand bis in die Niederlande. Die jeweilig benutzte sogenannte Zugstraße eines Individuums wird dann auch immer beibehalten.

Dass diese beiden Wege statt direkter Luftlinien gewählt werden, liegt darin begründet, dass Störche zwar wie auch bspw. Greifvögel, gute Segel- und Gleitflieger sind, aber über dem Meer die dafür nötige Thermik weniger stabil und auch keine Rast möglich ist. Strecken übers offene Meer werden so aufs Minimalste reduziert.

Gemütlich übers Parkgewässer schippern

Die Blässhühner bzw. -Rallen in Stockentenbegleitung konnte ich im November auf einem Parkgewässer ablichten. Wie andere Rallen auch, hat auch das Blässhuhn riesig anmutende Füße, die aber nicht so oft zu Gesicht bekommt. Die Größe verringert zum Einen den Auflagedruck und lässt Blässhühner auch über Vegetation auf dem Wasser oder dünnem Eis laufen, ermöglicht ihm aber auch mit an den Zehen liegenden Schwimmlappen ein sehr zügiges Schwimmen. Dabei zeigen sie zeigen sie auch immer ein lustiges Kopfnicken.

Eisbert auf seinem Ansitz

Hier saß ein Eisvogel-Männchen, auch Eisbert genannt , auf einer typischen Ansitzwarte. Ihre Fische erbeuten Eisvögel mit einem schnellen Fangstoß von so einer Warte oder aus dem Rüttelflug, nicht höher als i.d.R. 2m über der Wasseroberfläche, aus. Es dauert meist keine Sekunde vom Eintauchen bis zum Ergreifen der Beute!

Zappelige, größere Fische, die sich nicht zwischen Ober- und Unterschnabel durch Druck töten lassen, werden an der Flanke gepackt und ziemlich oft gegen eine harte Unterlage wie bspw. einen Ast geschlagen. Zum Fressen wird der Fisch dann immer geschickt mit dem Kopf Richtung Schlund gedreht – Passiert das nicht, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Beute für Jungvögel oder als Brautgeschenk für eine Übergabe gedacht ist. Die erbeuteten Fische sind dabei meist 4-5cm groß.