Nervöser Zeitgenosse

Trotz der Tatsache, dass er Europas häufigster Vogel und auch in Deutschland zu den allerhäufigsten gehört, ist er gar nicht mal so bekannt: Der ZilpZalp.

Der Name verrät auch gleich wie man ihn am besten erkennt, nämlich durch seinen Gesang, welchen man im vor allem Frühling und noch in den Sommer hinein ,eigentlich überall und zu jeder Zeit hören kann: ZilpZalp ZilpZalp ZilpZalp

Sein Ruf, welchen man vermehrt nach der Balz hört, klingt wie ein kleines Pfeifen (Hjuiit) und ist dem des Fitis äußerst ähnlich – genau wie auch ihr Äußeres. Beide gehören zu den Laubsängern, aber haben neben dem Gesang noch ein paar andere kleine Unterschiede. Dazu später einmal mehr.

Als Fotomodell sind sie der wahrgewordene Alptraum – nachdem man sie entdeckt hat (was bei ihrer geringen Größe gar nicht so einfach ist) und kaum nachdem man sie im Objektiv gefunden und vielleicht schon fokussiert hat, sitzen sie schon wieder auf dem nächsten Ast oder Baum und rufen fröhlich weiter. Dieses Spiel treiben sie dann den ganzen lieben Tag lang und die Länge dieses Spiels richtet sich vor allem nach der Geduld (und dem Glück) des Fotografen.

Auf den Fotos sind 2 verschiedene Individuen zu sehen: Einer im Wald, einer im Garten.

Rotkehlchen Fotoreihe

Diesen kleinen Fratz kennt ihr ja sicher alle. Es fiel mir bei der Bilderreihe recht schwer, Fotos auszuwählen, da sie alle irgendwie drollig sind und das kleine Rotkehlchen sich auch sehr fotogen zeigte.

Mönchsgrasmücke mit Frisur

Die Mönchsgrasmücke ist ein recht häufiger kleiner Vogel, welcher in Wäldern, Parks und (heckenreichen) Gärten vorkommt. Witzig ist wie sich das Aussehen des kleinen Vogels verändert, je nachdem, ob er seine Haube (wie glatt gegelt) anlegt oder aufstellt.

Hier sieht man 2 verschiedene Männchen. Bei den weiblichen Mönchsgrasmücken ist der Kopf braun statt schwarz gefärbt.


Sehr interessant ist ebenfalls, dass der Gesang dieser kleinen Vögel sehr an den Gesang der Amsel erinnert.

Goldammer eskaliert

Eine Goldammer vom Sommer. Auf dem letzten Foto sieht man auch schön, wie diese kleinen Vögelchen ihren Schnabel unglaublich weit aufreißen, um völlig zu eskalieren.

Bei den ersten 3 Fotos war der Himmel so konturlos, dass ich einen anderen von einer Aufnahme einige Tage später genommen und eingefügt habe.

Rabenkrähe mit Knopfaugen

Schaut euch diese Knopfaugen an – ist sie nicht herzallerliebst? Es handelt sich um 2 Individuen der Rabenkrähe.


Umgangssprachlich werden ja allerhand Begriffe wie Rabe oder Krähe durcheinandergewürfelt, deshalb bringe ich mal etwas Licht in die Sache unserer schwarzgefiederten Freunde. Dies hier ist die Rabenkrähe, nicht zu verwechseln mit dem waldbewohnenden und viel größeren Kolkraben.

Streng genommen ist diese Art hier eine Aaskrähe. Die schwarze Morphe, wie hier auf den Fotos, bezeichnet man als Rabenkrähe und kommt westlich der Elbe vor. Die Morphe mit grau-beiger Befiederung bezeichnet man als Nebelkrähe und diese kommt eher östlich der Elbe vor. In Städten wie Leipzig oder Berlin (oder anderen, welche ungefähr bei diesem Längengrad liegen) hat man das Glück, beide Morphen sehen zu können. Weiter östlich bzw westlich davon, nur die jeweils dort heimische.


Die Taxonomen haben lange darüber gestritten, ob man sie nicht zumindest als separate Unterarten führen sollte. Studien haben allerdings gezeigt, dass sich beide Morphen problemlos miteinander verpaaren können und noch wichtiger: genetische Untersuchungen haben ergeben, dass für das unterschiedliche Aussehen tatsächlich nur wenige einzelne Gene verantwortlich sind. Also bleibt es dabei: Rabenkrähe und Nebelkrähe sind 2 Morphen der gleichen Art, der Aaskrähe.

Spatz mit weißen Hut oder auch: Leuzismus

Heute gibt es mal etwas außergewöhnliches…Einen leuzistischen Haussperling. Leuzismus wird durch einen Gendefekt hervorgerufen und verhindert die Bildung von Farbpigmenten. Betroffen sein können einzelne Körperpartien (wie hier Teile des Kopfes) oder aber auch der ganze Körper. Leuzismus ist übrigens etwas anderes als Albinismus. Ob Leuzismus noch zu anderen Problemen führt, ist von den jeweils betroffenen Genen abhängig.

juvenile Neuntöter

Das Neuntöter-Männchen hatten wir ja schon einige Male. Heute sind die Kids an der Reihe Sie ähneln auf dem ersten Blick dem adulten Weibchen, aber einige Unterschiede gibt es dennoch. Abgesehen davon, dass sie meist etwas plüschiger wirken, haben sie die hellbraune Bebänderung auch auf dem Kopf und Rücken und ihre “Räubermaske” ist auch stärker und dunkler gezeichnet als beim ausgewachsenen Weibchen.

Die Fotos wurden zu verschiedenen Zeiten an 3 Orten aufgenommen, zeigen also auch jeweils unterschiedliche Individuen.

Wieder eine Bachstelze

Heute gibt es mal wieder eine Bachstelze – eine sehr fotogene noch dazu. Die auf dem letzten Bild ist übrigens eine juvenile (jugendliche) Bachstelze.

Der Eichelhäher

Eichelhähern kann man in Stadtparks oder Wildtierparks recht nahe kommen, dort sind sie meist an Menschen gewöhnt. In ihrem eigentlichen Habitat allerdings, dem Wald, sind sie sehr scheue Tiere, die den geneigten Wanderer oder Fotografen meist vorher entdecken, bevor er sie. Dies bringen sie dann mit einem lauthals krächzenden: WÄÄHH WÄÄHH zur Geltung – weshalb sie sich ihren Titel “Polizist des Waldes” redlich verdient haben.


Wenn man sie schimpfen hört, ohne dass man selbst der Grund dafür ist, kann es an einem krähentypischen Verhalten liegen: “Sie hassen auf Eulen und/oder Greifvögel. “Hassen” ist ein Begriff der Vogelkunde bzw Falknerei und meint damit, dass Krähen dazu neigen potenzielle Feinde als solche mittels Ruf zu markieren und zu vertreiben. Und dazu zählen die oben erwähnten.


Eichelhäher gehören zu den Krähenvögeln und hier stimmt auch der Name. Sie sammeln gerne vorrätig Eicheln, welche sie dann vergraben und natürlich auch einige davon wieder vergessen. Darüber wiederum freut sich die Eiche, die so ihren Nachwuchs weiterstreuen kann.

Eine weitere interessante Besonderheit ist die Tatsache, dass Eichelhäher zur Parasitenbekämpfung nicht etwa ein Sandbad oder ähnliches nehmen, sondern Waldameisen gezielt provozieren und sich von deren Säure bespritzen lassen!

Mit der Attitüde eines Königs

Ich denke, hier wird klar, warum der Zaunkönig denn auch ZaunKÖNIG heißt: Er schreitet mit emporgestrecktem Schwanz geschäftig auf und ab und ruft trotz der Tatsache, dass er einer unserer kleinsten Vögel ist, so laut, dass es die ganze Umgebung mitbekommt.