Stieglitz (Distelfink)

Der Stieglitz heißt auch Distelfink und das zeigt auch seine biologischen Verwandtschaftsverhältnisse gut an. Durch ihr leichtes Gewicht können sie sich direkt auf Blüten setzen und so die Samen herausknuspern.

Man könnte meinen, da diese hübschen Prachtvögel auf den Fotos so schön leuchten und bunt aussehen, würde man sie in freier Wildbahn immer sofort entdecken. Meist sind sie aber inmitten von Sträuchern, Zweigen oder hoch auf Bäumen und durch Schatten sowie ihre geringe Größe schwer auszumachen. Oftmals sieht sind man dann nur noch die sehr hellen Bäuche, wenn ein Trupp Stieglitze über einen selbst darüberfliegt.

Der erste Hinweis, dass man Stieglitze vorgefunden hat, ist dann meist auch auditiver Natur: Man hört sie wie wild durcheinander piepen. Außerhalb der Brutzeit sind sie in Trupps unterwegs, welche oft aus 4-8 Individuen bestehen; veranstalten dabei aber ein Gepiepse wie 30 Vögel. Wenn also ein wildes Gepiepse aus einer Hecke, Strauch oder Baum zu vernehmen ist: Augen auf!

Und noch etwas: Ich finde, man sollte in der Mehrzahl “Stieglitzer” sagen. Das klingt doch besser und lustiger?!

Hier ist der Stieglitz mit den Samen einer Schwarzerle beschäftigt. Die im Winter ausgetrockneten Zapfen mit den Samen dienen vielen Vögeln als wichtige Nahrungsquelle im Winter, da das Angebot von Sträuchern und Bäumen dann ja bekanntermaßen recht mager ausfällt. Schwarzerlen sind sehr tolerant gegenüber durchnässte Böden und sind daher ein typischer Baum der Moore oder in der Nähe von Ufern zu finden. Wenn man im Winter Vögel wie den Erlenzeisig oder Stieglitz sehen will, sollte man schauen, wo (Schwarz)Erlen wachsen.

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