Feldlerche

Meist mitten im Feld versteckt……ist die Feldlerche! Anständige Fotos von der Feldlerche zu machen, ist eher ein Langzeitprojekt als ein Tagesausflug. Ansitz und Tarnung sind hier leider auch keine erfolgreichen Strategien.

Feldlerchen gehören mit zu den allerersten Zugvögeln, die wieder zurück kommen. Bereits im Februar kann man sie sehen und dann dauert es auch nicht lange, bis man sie wieder hören kann. Durch ihren vielstimmigen, schwätzenden Gesang klingt eine Feldlerche oft wie ein ganzer Trupp – wenn man Arten zählt, sollte man daher auf der Hut sein. Auch wenn man meint, sie säße direkt vor einem im Feld, sollte der Blick zuerst nach oben gehen. Eine anatomische Besonderheit ermöglicht der Feldlerche das Singen in der Luft und davon wird ausgiebig Gebrauch gemacht. Wenn die Schallwellen dann auf das flache Feld treffen, werden sie natürlich breit gestreut und man nimmt an, sie säße vor einem im Feld (was sie aber tatsächlich auch öfter mal tun!). Mitten im Feld sind sie durch ihre geringe Größe, den Bewuchs sowie ihr Tarngefieder, so gut wie nie auszumachen. Folgend eine Feldlerche vom April.

Die Feldlerche wurde 2019 bereits zum zweiten Mal zum “Vogel des Jahres” gekürt. Bereits 1998 bekam sie diesen Titel, um auf den negativen Trend in der Bestandsentwicklung aufmerksam zu machen. Seit 1970 ging der Bestand in Deutschland je nach Region um 50-90% zurück. Gründe sind die Intensivierung der Landwirtschaft, Pestizidausbringung, aber auch das Bejagen von Singvögeln vor allem im Mittelmeerraum oder (Nord)Afrika durch das Aufhängen großer Netze im Zuggebiet. Hier seht ihr eine noch recht junge Feldlerche:

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