Gänsesäger

Ab Oktober im Winterurlaub bei uns zu sehen: Gänsesäger. Wir haben zwar auch einen Brutbestand hier, der ist aber nicht so groß und die Wahrscheinlichkeit sie im Winter zu sehen, ist viel größer.

Es sind im Prinzip Entenvögel mit Sägezähnen am Schnabel (Name), bei denen zumindest die Weibchen mindestens einmal in die Steckdose gefasst haben (Frisur).

Auf den Bildern kann man den gleichen Fehler machen wie zum Beispiel bei Stockenten: Alles für weibliche Tiere halten. Die Männchen tragen allerdings gerade ihr Schlichtkleid (auch Ruhekleid genannt) und sehen daher den Weibchen sehr ähnlich. Bei Stockenten kann man die Geschlechter dann am Schnabel unterschieden, bei den Gänsesägern an der Flügelbinde und an der Frisur.

Meine letzten Fotos von den Gänsesägern waren recht früh im Winter und dort trugen sie noch ihr Schlichtkleid – die Männchen sahen fast exakt so aus wie die Weibchen. Die folgenden Fotos habe ich im Januar gemacht und dort haben sie zur anstehenden Balz bereits in Prachtkleid gemausert. Auch bei den Weibchen hat sich etwas getan: Ihre “Frisur” sieht nicht mehr ganz so aus, als hätten sie in eine Steckdose gegriffen
Übrigens: Gänsesäger sind nicht nur Höhlenbrüter, sondern brüten vor allem in Baumlöchern. Das würde man bei so großen Vögeln auf den ersten Blick sicher nicht vermuten.

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