Graugans

“Gans” häufig ist die Graugans, die wohl jeder kennt. Sie ist die wilde Form der domestizierten Hausgans.

Graugänse ernähren sich vegetarisch von Gräsern, Saaten, Körnern und manchmal auch Beeren und Wurzeln.

Wenn irgendwo Graugänse auf Gewässern zu finden sind, hört man auch fast pausenlos ihre typischen Rufe, die ich lautmalerisch als “Mahb MaMahb” umschreiben würde

Nach einem Bestandseinbruch durch übermäßige Bejagung vor ca 100 Jahren, haben sich die Bestände heute stabilisiert.

Interessant bei den Graugänsen ist die Fürsorgepflicht der Eltern: Nach der Flüggewerdung wird der Nachwuchs von beiden Eltern betreut und falls diese Familie zu den Ziehern gehört, fliegen sie gemeinsam ins Winterquartier – ungewöhnlich für Vögel. Erst im folgenden Frühjahr trennt sich dann die Familienbande. Außerhalb der Brutzeit sind Graugänse bekanntermaßen sehr gesellig und haben untereinander auch immer viel zu erzählen

Mit 42.000-59.000 Brutpaaren sind diese größten Vertreter der Gattung Anser regelmäßig an Gewässern zu sehen – und vor allem zu hören. Anders als bspw. bei den Greifvögeln, sind hier die Männchen mit bis zu 4Kg größer und schwerer als die Weibchen.

Zur Zugzeit und im Winter kann man dann noch viele Durchzügler und Wintergäste bei uns beobachten – bis zu 260.000 Individuen.

Auf dem Zug fliegen Graugänse in einer typischen V-Formation, bei der sie stetig ihre Positionen untereinander wechseln, sodass jeder einmal im Windschatten fliegen und Energie sparen kann.

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