Kohlmeise

Diesen Vogel kennt ihr ja sicher alle: Die Kohlmeise. Von allen Meisen ist sie nicht nur die größte, sondern hat auch das größte Repertoire an Lauten zur Verfügung. Zur Vorbereitung auf die Balz und Revierabgrenzung fangen sie oft schon im Winter an zu singen.

Habt ihr gewusst, dass man Männchen und Weibchen äußerlich unterscheiden kann? Die Männchen haben nämlich einen breiteren Bauchstreifen als die Weibchen. Hier auf den Fotos haben wir ein Männchen.

Auch hier sieht man sie schön im Prachtkleid, im Winter tragen auch die Kohlmeisen ein Schlichtkleid, welches sich vor allem durch eine blassere Farbgebung kennzeichnet.

Bekanntermaßen gehören Kohlmeisen ja zu den Singvögeln, oder richtiger: zu den Sperlingsvögeln (Passeriformes). Bei den Sperlingsvögeln gibt es etwas interessantes zum Brutgeschäft zu erzählen. Was bei den Jungvögeln oben reinkommt, muss zwangsläufig auch wieder unten raus. Praktischerweise tun sie dies in einem sogenannten Fäkalsack. Eine Art Schleimhaut, die den Kot transportsicher verpackt und auch eine Barriere gegen nach außen dringende Bakterien darstellt. Die Elterntiere können den Fäkalsack dann einfach nach draußen abtransportieren. Sobald die Jungen flügge sind, erledigen sie ihr Geschäft ganz normal wie die Altvögel. Tolle Erfindung von der Natur.

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