Lachmöwe

Die Möwe, die nicht nur unsere mit Abstand häufigste ist, sondern auch für Laien einfach zu erkennen, ist die Lachmöwe. Ihren dunkelbraunen Kopf trägt sie allerdings nur im (adulten) Prachtkleid, im Schlichtkleid ist der Kopf weiß und hat einen verwaschenen schwarzen Fleck am Ohr. Auf dem ersten Blick ähnelt sie dann der Sturmmöwe.

Lachmöwen sind nicht nur an Küsten, sondern vor allem auch an Binnengewässern zu sehen und damit kommen wir auch zum Namen: Ihre Rufe klingen nicht wirklich nach einem Lachen und ob diese Rufe andere Vögel zum Lachen bringen, ist sicher auch fraglich.

Auch wenn man den Namen Lachmöwe für gewöhnlich wie beim schnenkelklopfenden “Lachen” ausspricht, hat die Herkunft wahrscheinlich eher etwas mit “Lachen” (Sprich: Laahchen) zu tun; also stehenden Binnengewässern. Genau die Orte, wo man die Lachmöwe antreffen kann und andere Möwen eher Ausnahmen sind.

Heute steht wieder einmal, im wahrsten Sinne des Wortes, die Lachmöwe im Fokus. Dieses Mal allerdings nicht wie eine bleiernde Ente auf dem Wasser, sondern im Flug.

Bei einer Anzahl von 115.000-160.000 Paaren in Deutschland ist die Lachmöwe die häufigste Möwe, die man sehen kann. Sie sind Koloniebrüter und finden sich dazu ab März zu Hunderten bis Tausenden zusammen.

Lachmöwen sind es auch meist, die man sehen kann, wenn ein Schwarm Möwen einem pflügenden Traktor hinterherfliegt – warum auch mühsam selbst im Boden nach Würmern und Insekten stochern, wenn das der Mensch für einen erledigt?

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