Diese schönen Gänse erwartet man im September am Wattenmeer

Diese Weißwangengänse konnte ich letzten September bei Deich(/Weide)wiesen am Wattenmeer, ihrem Überwinterungsgebiet, fotografieren. Sie werden auch Nonnengänse genannt und woher diese beiden Namen kommen, dürfte euch klar sein Etwas Verwechslungsgefahr besteht mit der Kanadagans, einer Art, die wie so viele andere, als Ziervogel in Parks und Zoos eingeführt wurde und mittlerweile verwildert ist.

Mit 750-800 Brutpaaren ist die Weißwangengans ein äußerst seltener Brutvogel in Deutschland, aber den Winter verbringen bis zu 475.000 Individuen, angereist aus ihren Brutgebieten in Grönland, Spitzbergen und der russischen Arktis, bei uns an den Küsten. Das entspricht ca 40% der weltweiten Population und unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Nationalparks Wattenmeer und Teil des UNSECO-Weltnaturerbes, für viele Vögel – selbst bei weltweiter Betrachtung.

PS: Wer entdeckt unter den Graugänsen die juvenile Blässgans? ;D

Vielfältige Blütenpracht im April

Die Hausaufgaben zum Frühblüher-Monitoring wurden wieder gewissenhaft erledigt und einiges neues wurde auch gelernt ;)Folgende Fotos sind alle jetzt Mitte April entstanden und zeigen verschiedene Frühblüher im oder am Wald.

Foto 1: Frühlings-Fingerkraut

Foto 2: Hain-Veilchen (man beachte den weißen Sporn)

Foto 3+4: Ein purpurner und weißer Hohler Lerchensporn

Foto 5: Huflattich

Foto 6+7: Persischer Ehrenpreis (ein Neophyt)

Foto 8: Wald-Gelbstern (im Gegensatz zu anderen Gelbsternen komplett unbehaart)

Foto 9+10: Waldsauerklee (Die schattenverträglichste Pflanze in ganz Mitteleuropa! Sogar das bisschen Sonne dort hat dazu geführt, dass sie ihre Blätter in ihrer arttypischen Weise zusammengeklappt hat)

Foto 11: Wald-Veilchen (man beachte den lila Sporn)

Foto 12: Wiesen-Schlüsselblume

Wer hält denn da sein Köpfchen aus der Wiese?

Es ist die (Wiesen)Schafstelze! Aufgenommen auf den Deichwiesen am Wattenmeer im letzten September. Von unseren 3 heimischen Stelzenarten, hat die Schafstelze den kürzesten Schwanz und ist daher im schnellen Überflug nicht immer sofort zu erkennen. Dabei zeigt sie aber das typischen Flugmuster der Stelzen: Ein gerader Flug in “hüpfenden” Wellen, bei man oft ihre recht unauffälligen Ruflaute hören kann.

Jetzt im April ist die Zeit, wo sie wieder hier in ihren Brutgebieten ankommen, nachdem sie den Winter in Afrika, südlich der Sahara, verbracht haben.

Sturmmöwe im September

Diese adulte Sturmmöwe konnte ich im Überflug letzten September fotografieren. Dass dies kein Sommerbild ist, erkennt man auch am Gefieder des Vogels, da die Möwe hier ihr Schlichtkleid trägt. Im Gegensatz zum Prachtkleid wirken Kopf und Hals “schmutzig” gefleckt, der Schnabel ist matter gefärbt und hat einen schwarzen und dünnen schwarzen Ring im vorderen Drittel. Das Schlichtkleid der Sturmmöwe, insbesondere der Ring am Schnabel, führt unter ambitionierten Ornis dann hin und wieder zur Fehlbestimmung mit der Ringschnabelmöwe – ein seltener und im Schlichtkleid ähnlich aussehender Irrgast aus Nordamerika.

Mit ca 17.000 Brutpaaren in Deutschland ist sie etwas weniger stark vertreten als die verwandte Silbermöwe. Beide gehören, wie auch Steppen- Mittelmeer-, Mantel- und Heringsmöwe, zu den Großmöwen, also der Gattung Larus. Die Sturmmöwe ist dabei die kleinste der bei uns vorkommenden Großmöwen und von der Größe her zwischen Lachmöwe (andere Gattung) und Silbermöwe einzuordnen.