Turmfalke(n)

Heute geht es um einen unserer bekannten Greifvögel: den Turmfalken. Da ich mich in diesem Bereich besonders auskenne, gäbe es viel zu erzählen. Vielleicht fangen wir direkt damit an: (Turm)Falken ordnet man aufgrund ihres Verhaltens (umgangssprachlich) den Greifvögeln zu, allerdings sind diese mit den “richtigen” Greifvögeln wie Adlern oder den Habichtartigen weniger eng verwandt, als mit Singvögeln und speziell Papageien. Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich im Laufe der Evolution bestimmte Merkmale aufgrund vorherrschender Begebenheiten mehrmals neu herausgebildet haben, man spricht dabei von konvergenter Evolution.

Wenn man sich näher mit (Turm)Falken beschäftigt, merkt man die Unterschiede zu den anderen Greifvögeln auch deutlich: in der Anatomie sowie im Verhalten. Zu diesen Details ein anderes Mal mehr.

Turmfalken sind meist recht schnell auszumachen, da sie außerordentlich gerne den Rüttelflug (auf der Stelle fliegen) als Jagdtechnik einsetzen, um Ausschau nach Beute zu halten. Im Winter fällt dies meist nicht so auf, da sie dann, um Energie zu sparen, mehr zur Taktik des Mäusebussards greifen: auf einem Ansitz warten.

Auf den letzten Fotos sieht man auch etwas falkentypisches: Das Paar bleibt auch nach der Brut seinem Revier & einander treu. Dort sieht man auch schön den Geschlechtsdimorphismus: Das Weibchen ist gänzlich rot-braun, der Terzel (Männchen) hat einen bläulich-grauen Kopf. Wahrlich hübsche Tiere

Eichelhäher zeigt uns warum er so heißt

Heute gibt es einige Nahaufnahmen von einem Eichelhäher, der seinem Namen alle Ehre macht: Er sitzt mitten in einer Eiche. Auf einigen der Fotos erkennt man, dass er eine der Eicheln bereits geknackt hat und daran herumknuspert. Als er geschäftig im Baum herumgewuselt und an allen erreichbaren Eicheln gezogen hat, blieb es natürlich nicht aus, dass einige davon herunterfielen. Ob er mir damit etwas sagen wollte oder das reiner Zufall war, lassen wir hier mal unbeantwortet

Einmal hatte ich ja schon etwas ausführlicher zum Eichelhäher geschrieben und dass man ihn Polizei des Waldes nennt. Wenn man selbst nicht der Grund für sein “Geplärre” und auch kein Wanderer o.ä. in der Nähe ist, dann kann man das auch als netten Hinweis für die Anwesenheit eines Greifvogels oder einer Eule dankend annehmen. So geschah es denn auch einmal, dass ich zu einer Sperber-Mama mit einem Jungvogel geführt wurde.

Die fliegenden Draufgänger aus dem letzten August

Im Moment haben sie gerade hoffentlich eine gute und futterreiche Zeit in Afrika: Die Rauchschwalben

Sie sind an ihrer dunkelroten Kehle und vor allem den langen, gegabelten Schwanzspitzen gut von anderen Schwalben, wie bspw. der Mehlschwalbe, zu unterscheiden.

So wie auch die anderen Schwalben fliegen sie gerne wie irre im halsbrecherischen Zick-Zack-Flug über Felder, immer auf der Jagd nach Insekten wie Mücken und Fliegen. Dementsprechend schwierig sind sie im Flug zu fotografieren. Hier helfen nur: viel Licht, sehr kurze Belichtungszeiten (hier 1/2500s) und eine Strategie zum Fokussieren. Entweder hat man einen Fixpunkt auf welchen man fokussiert und auf Vorbeiflüge wartet oder man dreht wild am Fokusring und hält dann in beiden Fällen mit Serienaufnahme drauf.

Winter mit Schnee

Dieses Jahr hat es ja mal wieder geklappt, dass auch in niederen Lagen Schnee fällt. Also gleich einen Schlossaufgang der Heidecksburg hinauf und ab in den Hain, um etwas vom Zauber der frisch “bezuckerten” Bäume einzufangen.