Lachen oder Lachen?

Die Möwe, die nicht nur unsere mit Abstand häufigste ist, sondern auch für Laien einfach zu erkennen, ist die Lachmöwe. Ihren dunkelbraunen Kopf trägt sie allerdings nur im (adulten) Prachtkleid, im Schlichtkleid ist der Kopf weiß und hat einen verwaschenen schwarzen Fleck am Ohr. Auf dem ersten Blick ähnelt sie dann der Sturmmöwe.

Lachmöwen sind nicht nur an Küsten, sondern vor allem auch an Binnengewässern zu sehen und damit kommen wir auch zum Namen: Ihre Rufe klingen nicht wirklich nach einem Lachen und ob diese Rufe andere Vögel zum Lachen bringen, ist sicher auch fraglich.

Auch wenn man den Namen Lachmöwe für gewöhnlich wie beim schnenkelklopfenden “Lachen” ausspricht, hat die Herkunft wahrscheinlich eher etwas mit “Lachen” (Sprich: Laahchen) zu tun; also stehenden Binnengewässern. Genau die Orte, wo man die Lachmöwe antreffen kann und andere Möwen eher Ausnahmen sind.

Blässhuhn in der Jugend

Das Blässhuhn, auch Blässralle genannt (Familie der Rallen), durchläuft beim Heranwachsen eine interessante Entwicklung des Gefieders. Als Dunenjunge (Pulli) haben sie eine dunkle Grundfärbung mit sehr vielen gelben, orangen und roten Flusen am Kopf (manche haben vielleicht auch Flusen IM Kopf). Mit dem Jugendgefieder bekommen die Jungvögel (Juvenile) viel weiß und grau ab – die sieht man auf den Fotos.

Als Erwachsene (Adulte) haben sie dann wieder ein ganz anderes aussehen, so wie wir es kennen vom Blässhuhn: Schwarzes Gefieder, blassrosa Schnabel, Blässe an der Stirn und rote Augen.

Endlich Fotos der Wiesenschafstelze

Die Schafstelze ist eine unserer 3 hier vorkommenden Stelzenvögel. In Mitteleuropa gibt es ganze 6 verschiedene Unterarten der Schafstelze, die vereinzelt auch mal bei uns zu sehen sein können. Die Unterart, die als Brutvogel bei uns verbreitet ist, ist die Wiesenschafstelze (Motacilla flava flava).

Wie der Name suggeriert mag die Wiesenschafstelze extensiv genutzte bzw beweidete Wiesen oder Feuchtwiesen. Wie auch bei allen anderen Wiesenvögeln, ist der Bestandstrend der Wiesenschafstelze (Problem der häufigen und intensiven Mahd) bei uns negativ. Einige sind mittlerweile auf Ackerflächen ausgewichen – mit gemischtem Erfolg.

Wie man sehen kann, sind die Fotos zu unterschiedlichen Zeiten, jedoch am gleichen Tag, an der selben Stelle, entstanden. Die ersten Fotos waren im schönen Abendlicht, die anderen gegen Mittag.

Die Meise mit der Frise

Die Haubenmeise ist trotzt ihrer Häufigkeit nicht leicht zu entdecken. Mal von ihrer Größe abgesehen, hat sie im Gegensatz zu anderen Meisen ein wirklich sehr begrenztes Repertoire an Lauten, welches sich auf hohe und schnelle Piepsgeräusche beschränk. Außerdem hat die Haubenmeise eine wirklich starke Bindung an dichten Nadelbaumbewuchs.

Dort ist sie dann oft in größerer höhe unterwegs, was die Entdeckung auch nicht erleichtert. Ab und an kann sie auch mal in Gärten oder Parks vorkommen, falls es dort genug Nadelhölzer gibt.