Rohrweihe

Während (Mäuse)Bussard, (Turm)Falke & Co auch der breiten Bevölkerung bekannt sind, ist eine komplette Gattung hier heimischer Greifvögel, aufgrund drastischer Bestandseinbußen, sehr unbekannt geworden: Die Weihen.


Hier haben wir die häufigste unserer 3 Weihen-Arten, die Rohrweihe. Bei dem Individuum hier handelt es sich um ein adultes Männchen.


Der Name deutet es an: die Rohrweihe ist an ruhigen Gewässern mit hohen Schilfbeständen zu finden. Wie auch die anderen Weihen sind sie tolle Flugkünstler und ausnahmslos Bodenbrüter. Letzteres hat auch in Verbindung mit unserer modernen Landwirtschaft zur aktuellen Bedrohungssituation aller Weihen geführt.

Im Vergleich zum häufigen Mäusebussard ist die Rohrweihe ca. 10 Mal seltener anzutreffen. Die größten Chancen, die schönen Rohrweihen zu sehen, hat man im Bereich von Seen und Flussauen, wo es Schilfbestände gibt.

Als elegante und gekonnte Flieger – man beachte die schlanken und langen Flügel – haben Männchen und Weibchen bei der Jungenaufzucht ihr ganz eigenes Ritual zur Beuteübergabe: Diese erfolgt nämlich mitten in der Luft! Das Männchen lässt die Beute fallen, sobald seine Partnerin in der Nähe ist und diese fängt die Beute im Flug auf.

Hier ein weiteres männliches Individuum:

Folgend sieht man ein noch junges weibliches Individuum, wahrscheinlich im 2. Kalenderjahr und in der Mauser.

Von allen europäischen Weihen ist die Rohrweihe ist größte und auch minimal größer als ein Mäusebussard; dabei jedoch schlanker in der Gestalt und “eleganter” von der Silhouette. Bis auf die südeuropäischen Individuen sind Rohrweihen bei uns Zugvögel, die teilweise im Mittelmeerraum, die meisten jedoch in Afrika, überwintern.

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