Rotmilan

Ein wunderschöner, elegant wirkender Greifvogel: Der Rotmilan. Manche reden auch nur vom “Milan”, was so aber nicht stimmt, denn in Deutschland haben wir auch noch den Schwarzmilan. Sie sind bei uns zum größten Teil Kurzstreckenzieher, die im Mittelmeerraum (dort auch in Gruppen) überwintern. Es gibt mittlerweile aber auch einen steigenden Trend, dass Individuen hier bleiben und überwintern.

Für uns ist der Rotmilan ein vertrauter Anblick, aber Tatsache ist, dass Deutschland 50-60% des gesamten Weltbestandes des Rotmilans beherbergt! Weshalb dieser Art im Artenschutz auch ein besonderes Augenmerk zuteil wird.

Auch in der Mauser ist der Rotmilan noch elegant und schön. Hier hat mich ein adultes Individuum im Juli, auf der Suche nach Nahrung, überflogen. Noch mehr als unsere anderen Greifvögel bedient sich der Rotmilan gerne an Aas. Ansonsten stehen Kleinsäuger und Vögel, aber auch mal Würmer oder Insekten auf dem Speiseplan. Über Gewässern kann man sie auch mal beim Erbeuten von kranken oder toten Fischen beobachten, aber nicht so häufig wie das sein Verwander, der Schwarzmilan, sehr gerne macht.

Mit einer Flügelspannweite von 1,40m bis zu 1,70m ist der Rotmilan deutlich größer als der Mäusebussard. Wie bei allen Greifvögeln sind es auch hier die Weibchen, welche die größeren Individuen innerhalb der Art stellen. Die Größe des Männchen beträgt gegenüber dem Weibchen im Durchschnitt 87%.

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