Sturmmöwe

Diese adulte Sturmmöwe konnte ich im Überflug letzten September fotografieren. Dass dies kein Sommerbild ist, erkennt man auch am Gefieder des Vogels, da die Möwe hier ihr Schlichtkleid trägt. Im Gegensatz zum Prachtkleid wirken Kopf und Hals “schmutzig” gefleckt, der Schnabel ist matter gefärbt und hat einen schwarzen und dünnen schwarzen Ring im vorderen Drittel. Das Schlichtkleid der Sturmmöwe, insbesondere der Ring am Schnabel, führt unter ambitionierten Ornis dann hin und wieder zur Fehlbestimmung mit der Ringschnabelmöwe – ein seltener und im Schlichtkleid ähnlich aussehender Irrgast aus Nordamerika.

Mit ca 17.000 Brutpaaren in Deutschland ist sie etwas weniger stark vertreten als die verwandte Silbermöwe. Beide gehören, wie auch Steppen- Mittelmeer-, Mantel- und Heringsmöwe, zu den Großmöwen, also der Gattung Larus. Die Sturmmöwe ist dabei die kleinste der bei uns vorkommenden Großmöwen und von der Größe her zwischen Lachmöwe (andere Gattung) und Silbermöwe einzuordnen.

Diese Sturmmöwe konnte ich im September am Wattenmeer fotografieren. Auch hier sieht man am blassgelben Schnabel, dem dünnen schwarzen Ring vorn und dem schmutzig wirkenden Kopfgefieder, das Schlichtkleid, welches sie im Winterhalbjahr trägt. Mit einer Flügelspannweite von ca. 1,10m bis 1,30m ist sie wesentlich kleiner als andere Arten der Gattung Larus wie bspw. die Silbermöwe. Außerdem schaut sie nicht so grimmig

Im Gegensatz zu den anderen großen Meeresmöwen, findet man Sturmmöwen auch öfter mal im Binnenland und wenn der Landwirt mit seinem Traktor das Feld umpflügt, findet man unter den unvermeidlichen Lachmöwen auch öfter mal Sturmmöwen.

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